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Europäisches Bildungsnetzwerk "CampusSource Europe"

81 Universitäten, Institutionen und Firmen aus 26 europäischen Ländern sind an einem europäischen e-Learning-Netzwerk beteiligt, dass mit dem Titel "CampusSource Europe" unter Führung der NRW-Landesinitiative CampusSource konzipiert wurde. Ein entsprechender Antrag für das 6. Forschungsrahmenprogramm der EU wurde am 24. April 2003 fristgerecht in Brüssel eingereicht.

Ziel des nun beantragten Projekts ist die Implementierung eines europaweiten forschungsorientierten und dauerhaften Netzwerkes für e-Learning-Anbieter, basierend auf Open Source-Modellen. Ansatzpunkt für die Initiierung und Implementierung von kooperativen und integrativen Aktivitäten in dem vorgeschlagenen "Network of Excellence" ist das gemeinsame, mit hohem Stellenwert bewertete Interesse aller Beteiligten an e-Learning-Systemen. Aufbauend auf die national überaus erfolgreiche Idee "CampusSource NRW" und deren Ausführung, dokumentiert durch mehr als 1.500 registrierte Anwender, soll der Ansatz auf Europa übertragen werden. Das bestehende Netzwerk bildet mit der Expertise der beteiligten Forschungs- und Entwicklungsteams der jeweiligen NRW-Universitäten und -Einrichtungen die kritische Masse, um weiteres Fachwissen aufzubauen, auszutauschen und zielgerichtet zu verwerten. Der Initiative ist es gelungen, die europäischen Spitzen-Forschungskapazitäten auf dem Gebiet des "e-Learning" zusammen zu bringen. Die Schwerpunkte im Netzwerk sind neben 12 definierten Forschungsbasisthemen (Referenzmodelle/-architekturen, Schnittstellen und Austauschformate, etc.) der Wissens- und Personalaustausch von Forschern und Promotionsstudenten durch regelmäßige Workshops, Newsgroups und Foren. Die Schaffung einer europaweiten Kooperations- und Consulting-Plattform für Informationsaustausch und Kooperation von Experten und Interessierten ist u.a. vorgesehen.

Bereits im Juni 2002 hat die NRW-Landesinititative "CampusSource" eine Interessensbekundung zur Teilnahme an dem Förderprogramm abgegeben. Diese wurde durch die EU evaluiert und hatte eine hohe positive Resonanz erhalten.

Die EU-Kommission sieht die Vorteile für alle Partner in der:

"Verbesserung der Effizienz und die Verbilligung des Lernens für den Einzelnen und für Organisation unabhängig von Zeit, Ort und Geschwindigkeit durch die Entwicklung offener Systeme und Dienste zur Unterstützung des allgegenwärtigen und kontextbezogenen Lernens durch Erfahrung sowie virtueller kooperativer Lerngemeinschaften". Erstmals sind im 6. Forschungsrahmenprogramm die Instrumente "Integrierte Projekte" und "Exzellenznetzwerke" eingeführt worden, auf die zwei Drittel aller Fördersummen konzentriert werden.

Die FernUniversität, vertreten durch Herrn Prof. Dr.-Ing. Bernd Krämer, soll die Konsortialführerschaft dieses "Network of Excellence" mit dem wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr.-Ing. Firoz Kaderali (Vorsitzender der NRW-Initiative CampusSource) sowie der CampusSource Geschäftsstelle übernehmen. Als europäische Core Partner sind die University of Aarhus (Dänemark), UNESCO, Paris (Frankreich), Budapest University of Technology and Economics (Ungarn), ObjectWeb Consortium / INRIA (Frankreich), Open University London (Großbritannien), Universitatea "Politehnica" Bucharest (Rumänien), Universidad Complutense Madrid (Spanien), EuroPACE (Belgien) und Universitá di Trento (Italien) zusammen mit den deutschen Core Partnern der Universitäten Dortmund (Josef Hüvelmeyer, Medienzentrum), Köln (Prof. Dr. Leidhold), Münster (Prof. Dr. Grob) und Paderborn (Prof. Dr. Schäfer) am Netzwerk beteiligt. In diesem Netzwerk-Konsortium sind 337 Forscher auf dem Gebiet des "e-Learning" integriert.

Die Vision des konzipierten Netzwerkes ist es, dass in Zukunft alle Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitutionen von den Schulen über Hochschulen bis hin zu Unternehmen ihre Werkzeuge für ein individuelles e-Learning-Angebot paßgenau aus einem dann zur Verfügung stehenden "e-Learning-Modellbaukasten" bedarfsgerecht zusammen stellen, speziell auf ihre Bedürfnisse hin weiter entwickeln und anpassen können. Dies alles unter den Bedingungen der bekanntesten Open Source-Lizenz, der General Public License (GPL), unter der u.a. auch Linux vertrieben wird.