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CampusSource-Entwicklerworkshop
09. - 10. Dezember 2005 · Hagen
Ressourcen weiter bündeln - Aktivitäten abstimmen - Arbeiten koordinieren
war das Motto des diesjährigen 3. CampusSource Entwicklertreffens.
Die Open-Source-Projekte der CampusSource-Börse haben sich zusammengeschlossen, um zentrale Funktionen ihrer
E-Learning-Systeme gemeinsam zu pflegen und weiterzuentwickeln. CampusSource ist eine weltweit aktive, vom Land
Nordrhein-Westfalen geförderte Open-Source-Initiative. Die CampusSource-Produkte werden in zahlreichen Hochschulen,
Bildungseinrichtungen, Weiterbildungsinstitutionen und Unternehmen eingesetzt. Zurzeit sind mehr als 4.100 Anwender
weltweit bei CampusSource registriert.
Jedes der Open-Source-Teams, die sich auf der diesjährigen 3. CampusSource-Entwicklertagung trafen, hat bereits eine
komplette E-Learning-Plattform oder ein Werkzeug entwickelt und über CampusSource kostenfrei zur Verfügung
gestellt. Kaum ein Entwicklungsteam in Hochschulen und Unternehmen hat jedoch allein noch ausreichende Ressourcen, um
ein komplettes Software-System für E-Learning weiterzuentwickeln, zu pflegen und zu managen. Dem stehen die
Funktionsvielfalt und die Menge der zu berücksichtigenden Standards und Technologien entgegen.
Deshalb bündelt CampusSource weiter die (technischen) Ressourcen der in seiner Börse vertretenen Systeme.
In einer CampusSource-Engine sollen Kernfunktionalitäten und ein "Werkzeugkoffer" an Funktionalitäten
bereitgestellt werden, die alle Systeme benötigen. Beides entwickeln die Open-Source-Entwickler aus unterschiedlichen
CampusSource-Projekten gemeinsam. Für die Anwender steigen damit der Komfort und die Funktionsauswahl,
Weiterentwicklungs- und Pflegeaufwand sinken dagegen erheblich. Ziel ist, dass die Anwender sich aus einem Baukastensystem
diejenigen Funktionalitäten für ihr E-Learning-Portal zusammenstellen können, welche für ihre
individuellen Ansprüche passgenau benötigt werden.
Für den Einsatz in Hochschulen soll dieses Kernsystem an die dort verwendeten HIS-Systeme angebunden werden. Dadurch
sinkt in den Hochschulen der Aufwand für die Integration in die eigene IT-Umgebung. Zur Learntec 2006 wird u.a. beispielhaft
die Funktion einer derartigen Schnittstelle zwischen 4 verschiedenen E-Learning-Systemen der CampusSource Börse
(EWS, ILIAS, OpenUSS, metacoon) und dem HIS-LSF-System als Pilotversion praktisch demonstriert werden.
Die dreißig Open-Source-Entwickler, die Prof. Dr. F. Kaderali (Vors. der Initiative) und Geschäftsführer
M. Postel beim Workshop begrüßen konnten, diskutierten die Themen:
- Konvergenz der Systeme
- Gemeinsame Basisdienste (Identity Management, Authentifizierung, Single Sign-On)
- Gemeinsame Dokumententyp-Definition (DTD).
In den CampusSource Arbeitsgruppen werden die Themen eingehend behandelt und die aktuellen Entwicklungen sollen dann auf
der learntec 2006 vorgestellt werden.
Durch die Zusammenarbeit erreichten die Beteiligten bisher Ressourcenschonung und mehr Effizienz beim Einsatz und Betrieb
ihrer Systeme - sowie gegenseitige Hilfe und Unterstützung durch die CampusSource Gemeinschaft.
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