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CampusSource Tagung 2021

26. Mai 2021 FernUniversität in Hagen (Online)

Tagung und Programm Anmeldung

Der Förderverein CampusSource e.V. lädt Sie ganz herzlich zur CampusSource Tagung 2021 am 26. Mai 2021 ein. Auch bei dieser Tagung setzen wir Corona-bedingt auf ein reines Online-Format - ausgerichtet von der FernUniversität in Hagen wird das System Zoom eingesetzt.

Die Tagung richtet sich an Digitalisierungs-Beauftragte, IT- und organisationsverantwortliche Mitarbeiter*innen, Bibliotheksmitarbeiter*innen, Wissenschaftler*innen und Lehrende an Hochschulen.

Die Digitalstrategien an Universitäten, Hochschulen und anderen Einrichtungen betreffend, berichten zwei für alle wichtige Institutionen über die wachsende politische Gewichtung von Open Source in den aktuellen Digitalstrategien Europas und auch des Bundes. Diese "Strategieelmente" werden sich mittelfristig auf unsere Institutionen als Teil des staatlichen und gesellschaftlichen Miteinanders auswirken.

Diese und weitere Beiträge der diesjährigen Tagung drehen sich rund um ein CampusSource Kernthema und zwar Open Source und, anlässlich des 20-jährigen Bestehens der CampusSource Börse, auch ein wenig um CampusSource selbst. Freuen Sie Sich mit uns auf interessante Beiträge zu den Themen NextGenLMS, Open Science, dem Open Source Softwareentwicklungsprozess und AR/VR in der Lehre.

Wir freuen uns darauf, Sie als Teilnehmer*in der Tagung begrüßen und mit Ihnen über spannende Themen diskutieren zu dürfen.

Tagungsdaten

Datum: Mittwoch, 26. Mai 2021
Uhrzeit: 10:00 bis ca. 16:15 Uhr
Ort: FernUniversität in Hagen (Online Zoom)

Themen und Vorträge

20 Jahre CampusSource: Visionäre, damalige Ideen heute ganz aktuell
- Prof. Dr. Frank Bensberg, Hochschule Osnabrück -

Prof. Dr. Bensberg ist seit Beginn an bei CampusSource mit dabei und ist heute das einzige noch aktive Mitglied der ehemaligen Gründungs-CoreGroup von CampusSource. Er skizziert kurz die damalige, visionäre Idee von CampusSource und zieht dabei die Brücke zur heutigen, aktuell wieder stark steigenden politischen Gewichtung von Open Source und Open Access beziehungsweise der "CampusSource Ideen".


Von einem System der ersten Stunde – LON-CAPA – hin zum LMS der Zukunft NextGenLMS
- Dr. Gerd Kortemeyer, ETH Zürich -

Vor über 25 Jahren wurden die ersten "Module" des Lernmanagementsystems (LMS) LON-CAPA erstellt. LON-CAPA war mit eines der ersten LMS Systeme in der CampusSource Börse, die am 1. April 2001 durch den damaligen Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und den damaligen Rektor der FernUniversität in Hagen auf der 20. ICDE Weltkonferenz feierlich eröffnet wurde.

Die Erfahrungen in der Arbeit mit und an LON-CAPA über – mittlerweile – Jahrzehnte, ließen Dr. Gerd Kortemeyer und seine Kolleginnen und Kollegen über eine "Überarbeitung" nachdenken: "Wie sollte ein LMS im Zeitalter von Social Media, Cloud Computing, Machine Learning, Cyber Warfare, Life-Long Learners, kompetenzorientierter Lehre und wachsender Diversität der Studierenden aussehen?" (NextGenLMS Workshop 2020)

Eine Weiterentwicklung in die gewünschte Richtung ist aufgrund der Softwarearchitektur von LON-CAPA nicht umsetzbar. Gespräche mit den Moodle Entwicklern – das System hat seinen Ursprung ebenfalls vor rund 20 Jahren - führten zu derselben Einschätzung. Etwas von Grund auf Neues ist nun Ziel dieser "Überarbeitung": Das NextGenLMS.

Gerd Kortmeyer spannt in seinem Vortrag den Bogen von den Ursprüngen hin zum NextGenLMS. Dieser Ausblick ist für alle Lehrinstitutionen, die auch in Zukunft in der Lehre mit ganz vorne dabei sein möchten, sehr interessant.


Open Source is gaining momentum in EU policy
Sivan Pätsch, OpenForum Europe - Brüssel

Das OpenForum Europe (OFE) ist der Think Tank in Brüssel, der Politiker im Hinblick auf "openness in computing" berät.

Das OFE, gegründet im Jahr 2002, stellt sich und seine Arbeit vor und gibt unter anderem einen Einblick, welchen aktuellen "politischen Schwung" Open Source in den letzten Jahren erfährt. Insbesondere wird die aktuelle Open Source Studie der Europäischen Kommission thematisiert.

Hieraus ergeben sich - ganz aktuell - Implikationen für den Einsatz von Open Source an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im europäischen Raum.

Bei Horizon Europe, dem neuen Europäischen Rahmenförderprogramm für Forschung und Innovation, heißt es: "Open science practices will be mainstreamed as the new modus operandi for EU research and innovation." Laut der Reflektionen einer EU Expertenkommission (RISE Group) sind die drei Säulen des EU Open Science Konzeptes Open Access, Open Data und Open Source.


Open Source als ein Baustein der Digitalstrategie des Bundes
- Andreas Reckert-Lodde und Jens Seidenschwarz, Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat -

Ein zentraler Aspekt der Digitalstrategie ist das Thema "Digitale Souveränität". Basierend auf der Studie "Strategische Marktanalyse zur Reduzierung von Abhängigkeiten von einzelnen Software-Anbietern" wurde Open Source als ein Baustein für die in die Zukunft gerichtete Digitalstrategie des Bundes identifiziert.

Implikationen aus den Erkenntnissen und dieser Digitalstrategie an sich ergeben sich unter anderem für die Verwaltungsbereiche in Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen – wie können diese ihren Teil zur "Digitalen Souveränität Europas" beitragen?

Die Digitale Souveränität ist ein Aspekt eines umfassenderen europapolitischen Ansatzes der europäischen Souveränität, welcher in der Rede, die der Französische Präsident Emmanuel Macron am 26. September 2017 an der Sorbonne vorgetragen hat, thematisiert wurde – Auszug der Rede [ .pdf ]: "Es gilt, eine europäische Souveränität aufzubauen und es besteht eine Notwendigkeit, sie aufzubauen. Warum? Weil das, was unsere Identität ausmacht, was unsere tiefe Identität prägt, dieses Wertegleichgewicht, dieses Verhältnis zur Freiheit, zu den Menschenrechten, zur Gerechtigkeit ist etwas nie Dagewesenes auf diesem Planeten. Die Treue zur Marktwirtschaft, aber auch die zur sozialen Gerechtigkeit ist ebenso wichtig. Was Europa darstellt, können wir nicht blind übertragen, weder auf die andere Seite des Atlantiks noch auf die Grenzen zu Asien. Es liegt an uns, es zu verteidigen, und es in der Globalisierung aufzubauen"


Offene Forschungssoftware als integraler Bestandteil von Open Science und guter wissenschaftlicher Praxis
- Antonia C. Schrader und Dr. Reinhard Messerschmidt, Helmholtz-Gemeinschaft -

Durch die Digitalisierung von Forschung und Lehre werden vermehrt Software-Lösungen im Rahmen des wissenschaftlichen Arbeitens entwickelt und genutzt. Für gute wissenschaftliche Praxis - insbesondere mit Blick auf Reproduzierbarkeit - ist dabei offene Forschungssoftware integraler Bestandteil von Open Science. Die Zugänglichkeit und Nachnutzung von wissenschaftlichen Ergebnissen kann in vielen Fachgebieten nur sichergestellt werden, wenn neben den Forschungsdaten auch der Programmcode offen zugänglich gemacht wird. Das Helmholtz Open Science Office fördert und beteiligt sich an vielfältigen Initiativen im Themenfeld Forschungssoftware und möchte somit zur Verankerung von Open Science in der gesamten Wissenschaftslandschaft beitragen.


Open Source Einsatz in der Privatwirtschaft – lohnt sich das überhaupt, so ein Open Source Projekt?
- Dr. Lofi Dewanto, DEVK Versicherungen -

Mit seiner Erfahrung die Softwareentwicklungsprozesse in verschiedensten Unternehmen (Deutsche Post, INTERSOH, DEVK) zu kennen und teilweise mit aufgebaut zu haben, diskutiert Lofi Dewanto in seinem Beitrag die These "Open Source – lohnt sich das überhaupt?"

Dieser Beitrag thematisiert unter anderem den Open Source Entwicklungsprozess, welcher für alle durch die aktuellen politischen Digitalstrategien adressierten Institutionen – u.a. Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen - immer wichtiger werden wird.

Bereits bei der Entwicklung des ebenso in der CampusSource Börse von Anfang an vertretenen "Open Source University Support Systems OpenUSS" von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat sich Lofi Dewanto stark in die Open Source Entwicklergemeinschaft von CampusSource eingebracht.


AR/VR.nrw - Augmented und Virtual Reality in der Hochschullehre
- Dominic Fehling, Bergische Universität Wuppertal -

In Anbetracht der steigenden Bedeutung von AR/VR für die Unterstützung und Gestaltung von Lernprozessen, ist der aktuelle Stand der Entwicklung und Verbreitung nicht zufriedenstellend. Auf der letzten noch in Präsensform durchgeführten Learntec in Karlsruhe beschäftigen sich rund 20% der Beiträge bereits mit 3D-Technik Themen, wie zum Beispiel AR und VR, in der Lehre.

Das Projekt AR/VR.nrw eröffnet zwei neue Perspektiven: Erstens wird eine Lösung entwickelt, erprobt und zur Verfügung gestellt, die Lehrende mit geringer IT-Expertise nutzen und über ein Autorentool mit eigenen Lehrinhalten füllen können. Zweitens wird die entwickelte Lösung als Open Source verfügbar sein, so dass Forscher*innen und Entwickler*innen der Hochschulen diese für neue Forschungs- und Lehrzwecke weiterentwickeln können.

Eventuell kann am Tag der Veranstaltung eine erste prototypische Entwicklung demonstriert werden.

Tagungsprogramm

09:30 Uhr Login/Warm-up/Technikcheck
10:00 Uhr Begrüßung und Einleitung zur Tagung Dr. Oliver Rubner
Vorsitzender Förderverein CampusSource e.V.

Thomas Wenk
Leiter CampusSource Geschätsstelle
10:15 Uhr 20 Jahre CampusSource: Visionäre, damalige Ideen heute ganz aktuell Prof. Dr. Frank Bensberg
Hochschule Osnabrück
10:30 Uhr Von einem System der ersten Stunde – LON-CAPA – hin zum LMS der Zukunft NextGenLMS Dr. Gerd Kortemeyer
ETH Zürich
11:15 Uhr Kurze Pause
11:30 Uhr Open Source is gaining momentum in EU policy Sivan Pätsch
OpenForum Europe
12:15 Uhr Open Source als ein Baustein der Digitalstrategie des Bundes Andreas Reckert-Lodde
Jens Seidenschwarz
Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat
13:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Offene Forschungssoftware als integraler Bestandteil von Open Science und guter wissenschaftlicher Praxis Antonia C. Schrader
Dr. Reinhard Messerschmidt
Helmholtz-Gemeinschaft
14:30 Uhr Open Source Einsatz in der Privatwirtschaft – lohnt sich das überhaupt, so ein Open Source Projekt? Dr. Lofi Dewanto
DEVK Versicherungen
15:15 Uhr Kurze Pause
15:30 Uhr AR/VR.nrw - Augmented und Virtual Reality in der Hochschullehre Dominic Fehling
Bergische Universität Wuppertal
16:30 Uhr Schlusswort Dr. Oliver Rubner
Vorsitzender Förderverein CampusSource e.V.

Im Rahmen des Zeitbudgets der einzelnen Vorträge ist eine anschließende kurze Diskussion bzw. die Möglichkeit Fragen zu stellen jeweils einkalkuliert.

Anmeldung

Die Anmeldung zur CampusSource Tagung 2021 kann unter http://CampusSource/tagung/anmeldung.html erfolgen.

Die Teilnahme an der CampusSource Tagung 2021 ist kostenlos.