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2. Workshop "Next Generation Learning Management" speziell zum Thema Nutzermodelle

13. September 2021 im Rahmen der DELFI 2021 (Online)


Bericht und Vorträge

Am 13. September 2021 trafen sich im Rahmen der DELFI Konferenz 25 Teilnehmende um über die nächste Generation von Nutzermodellen in Learning Management Systemen (LMSs) zu diskutieren. Im Vordergrund standen dabei Konzepte der Selbst-Souveränität, sowohl was Identitäten als auch was Daten betrifft.

Nach einleitenden Worten von Dr. Gerd Kortemeyer von der ETH Zürich präsentierte zunächst Dr. Christoph Graf von SWITCH.ch eine "Short History of Identities". Diese begann mit service-zentrierten Identitäten, wobei jeder Service seine eigenen Nutzeraccounts und Zugangsdaten verwaltet. Die nächste Entwicklung waren organisationsweite Nutzer, häerbunden mit Single-Sign-on (SSO) f%uuml;r alle Services einer Organisation. Die nächste Stufe sind organisationsübergreifende Single-Sign-on-Verbünde ("federated identities"), bei denen die Accounts zentral verwaltet werden.

Prof. Dr. Annett Laube von der Berner Fachhochschule griff an dieser Stelle die Historie auf, um über Self-Sovereign Identities (SSI) zu referieren. Hier ist der Nutzer selbst der Eigentümer und Verwalter seiner elektronischen Identit%auml;t – bei SSI gibt es keine zentrale Speicherung wie bei SSO. Der Nutzer kann sich dann mit seiner Identit¨t in Ökosystemen verschiedener Services bewegen.

Herr Timo Levi von T-Systems stellte daraufhin ein spezielles Ökosystem vor, wie es durch die GAIA-X Initiative ermöglicht wird: Services und Nutzer interagieren unter Wahrung der Daten-Selbstsouveränität miteinander – der Nutzer selbst bestimmt, welche Daten welchen Services zugänglich gemacht werden.

Dr. Sarven Capadisli von Inrupt führte das Thema Daten-Selbstsouveränität weiter aus, insbesondere, wie dies mit dem SOLID-Projekt verwirklicht wird, und wie Nutzer damit Datenhoheit über Veröffentlichungen, Annotationen und soziale Interaktionen bekommen können.