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E-Learning - Bildung im digitalen Zeitalter
Die politische Bildung in Deutschland steht seit Jahren unter einem starken Legitimations- und Modernisierungsdruck. Dies
gilt für die Bundeszentrale für politische Bildung in gleicher Weise wie für alle anderen Einrichtungen und
Akteure der politischen Bildung. Auch wenn Produkte und Leistungen der politischen Bildung für die jeweiligen
Zielgruppen in der Regel kostenfrei sind, müssen sich Einrichtungen der politischen Bildung als Dienstleister
begreifen, die ihre Produkte und Leistungen auf einem Markt anbieten.
Im harten Wettbewerb um die knappen finanziellen Ressourcen der öffentlichen Hand müssen Träger der
politischen Bildung die Bereitstellung öffentlicher Mittel für ihre Arbeit durch den Nachweis rechtfertigen, dass
ihre Produkte und Dienstleistungen für das Funktionieren der Demokratie in Deutschland nach wie vor unverzichtbar sind.
Grundvoraussetzung dafür ist, dass diese Produkte und Dienstleistungen bei den Kunden (=Zielgruppen) eine positive und
wirkungsvolle Resonanz finden. Diese positive Wertschätzung können Träger der politischen Bildung nur
erreichen, wenn ihre Angebote so attraktiv sind, dass die adressierten Zielgruppen bereit sind für die
"Konsumtion" dieser Angebote entsprechende Mittel aus ihren knappen Budgets an Zeit, Aufmerksamkeit und
Lebensenergie aufzubringen.
Der für die Herausbildung der Informations- und Wissensgesellschaft konstitutive Prozess der Digitalisierung aller
gesellschaftlichen Lebensbereiche setzt den Markt der politischen Bildung in gleicher Weise unter Modernisierungsdruck wie
alle anderen Märkte in modernen Gesellschaften. "E-Learning" - als eine neue Kultur des Lehrens und Lernens
in der Informations- und Wissensgesellschaft - lautet der Schlüsselbegriff für die Digitalisierung im Bereich der
Bildung. Für Dienstleister der politischen Bildung eröffnet e-Learning zum einen die Möglichkeit ihren
bisherigen Kunden neue attraktive Produkte und Dienstleistungen zu offerieren, zum anderen bietet e-Learning die Chance
neue Kundengruppen für die politische Bildung zu gewinnen.
Anders als in den Bildungsbereichen berufliche Bildung und Hochschule, in denen es längst nicht mehr darum geht, ob
e-Learning überhaupt Sinn macht, sondern das "Wie macht man es am Besten" erkundet und diskutiert wird,
müssen in der politischen Bildung jedoch viele Akteure und Entscheidungsträger erst noch davon überzeugt
werden, dass es auch für sie an der Zeit ist dieses Neuland zu betreten.
Die vollständige Studie ist als PDF-Dokument unter
http://www.bpb.de/files/FWQFK9.pdf
verfügbar.
Aus: http://www.bpb.de/methodik/B466VO,,0,ELearning_Bildung_im_digitalen_Zeitalter.html
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