Software
Multimedia Catalogue
Der Multimedia Catalogue ist ein Ablage- und Verwaltungssystem für wieder verwendbare Multimedia-Komponenten für
die Lehre. Der Katalog verbessert den Prozess der Gestaltung von Multimedia-Kursen dadurch, dass eine Plattform zur
Publikation, Wiederverwendung und der gemeinsamen Nutzung von Multimedia-Komponenten angeboten wird.
Der Katalog stützt sich auf drei Grundbausteine:
- Rohdaten wie Texte, Grafiken, Bilder, Ton- und Videoclips oder Animationen,
- Metadaten und
- Verweise (links).
Diese Bestandteile sind zu Komponenten zusammengefasst, die selbst wiederum zu Sammlungen von Komponenten integriert werden
können. Komponenten und Sammlungen werden zusammen mit den sie verknüpfenden Verweisen in der dem Katalog
unterliegenden relationalen Datenbank gespeichert.
Die in eine Komponente eingebetteten Rohdaten können mit kommerziellen Text-, Bildbearbeitungs- oder Autorenwerkzeugen
erzeugt werden. Die zugehörigen Metadaten und Verweise zwischen Komponenten werden mit Hilfe von Funktionen des
Katalogs erstellt. Metadaten erfassen relevante Merkmale von Komponenten gemäß des
LOM- (Learning Object Metadata) Standards
der
IEEE.
Der Katalog ist mit üblichen Internet-Browsern übers Web zugänglich. Man kann im Katalog entlang seiner
thematischen Struktur stöbern oder auch gezielt nach Namen, Begriffen oder Kategorien des Metadatenmodells suchen.
Jede Art von Multimedia-Komponente, die im Katalog abgelegt ist, kann im Browser sofort angesehen oder gespielt werden.
Voraussetzung ist, dass Netscape 4 oder der Internet Explorer 4 oder neuere Versionen sowie notwendige Plug-Ins wie
Shockwave, Flash o.ä. auf dem PC der Nutzerin installiert sind.
Die Standardeinstellung des Katalogs ermöglicht einen uneingeschränkten Suchzugang. Diese Offenheit kann jedoch
jederzeit nach Bedarf eingeschränkt werden. Registrierte Nutzer besitzen zusätzlich einen persönlichen
Einkaufswagen, in dem gefundene Komponenten zwischengespeichert werden können, und einen persönlichen
Arbeitsbereich.
Der Katalog unterstützt das folgende asynchrone Austauschmodell zwischen Inhalte-Anbietern und Kunden:
- Ein Autor erstellt eine neue Komponente oder modifiziert eine existierende Komponente, lädt sie über eine
entsprechende (upload-) Schnittstelle in den Katalog, und gibt mit Hilfe des LOM-Editors passende Metadaten ein.
- Ein Kunde, z.B. ein Kursentwickler, findet eine solche Komponente im Katalog, entscheidet sich, diese zu nutzen,
speichert sie in seinem Einkaufswagen und lädt gelegentlich den Inhalt des Einkaufswagens mit einem Mausklick als
Zip-Archiv auf seinen PC herunter. Alternativ dazu kann der Kursentwickler in seinem persönlichen Arbeitsbereich
auch die einfachen Editier-Funktionen des Katalogs sowie vordefinierte Musterseiten benutzen, um die gefundenen
Komponenten zu ergänzen oder sie zu größeren Einheiten zusammenzufassen und sie über den Katalog
wieder zugänglich zu machen.
Der Multimedia Catalogue baut vollständig auf Open Source Software wie dem Apache-Webserver oder der
PostgreSQL-Datenbank auf. Der Katalog unterstützt aber auch andere externe Datenbanken (z.B. Oracle) und kann jedes
andere Metadata-Schema zur Beschreibung der Multimedia-Komponenten aufnehmen. In der Standardinstallation unterstützt
der Katalog den
LOM-Standard
der
IEEE.
Das Herzstück des Systems ist ein anspruchsvolles Hypertextsystem, das eine strikte Trennung von Inhalt,
Präsentation und Navigation realisiert und dem Nutzer die Vorteile bidirektionaler Verweise sowie kontinuierlicher
Verweis-Konsistenz bietet.
Bei Bedarf können elektronische Bezahlungsfunktionen leicht integriert werden (das System wurde von der
Entwicklergruppe erfolgreich mit dem E-Cash-System der Deutschen Bank getestet).
Weitere Informationen finden Sie im World Wide Web unter
http://mmc.mmk-hagen.de
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