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Über uns



CampusSource

CampusSource verfolgt im Rahmen der zugewiesenen Aufgaben, Tätigkeiten und Aktivitäten die im Folgenden dargestellten Ziele.

Das Open Source Softwareangebot von CampusSource richtet sich an nationale und internationale Anwender in allen Bildungseinrichtungen, Institutionen und Unternehmen. Im Rahmen eines Internetportals bietet CampusSource neben Hinweisen zu eigenen Aktivitäten Informationen u.a. zu den Themen

sowie begleitende Themenstellungen im Kontext zu den verfügbaren Produkten und Dienstleistungen. In diesem Internetportal ist eine Börse integriert, in dem die (Hochschul)-Entwicklungen zu Software-Werkzeugen und -Modulen (IT-Infrastruktur) zum Download bereit stehen. In diesen Kompetenzbereichen initiiert und beteiligt sich CampusSource an Netzwerken, bietet Dritten Unterstützung und Beratung an, organisiert Veranstaltungen und stellt Informationen und Dokumentationen zur Verfügung.

CampusSource unterstützt aktiv die entstandenen Netzwerke, basierend auf dem Open Source-Gedanken, und die Communities, die zu den einzelnen Systemen entstanden sind und die die Software weiter vervollkommnen wollen.

Im Folgenden wird die Entwicklungshistorie von CampusSource wiedergegeben. Die einzelnen Beiträge und Aussagen u.a. zur Organisation sind nicht mehr aktuell, sondern spiegeln den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.

Open Source Software für Bildungseinrichtungen

CampusSource hilft Bildungseinrichtungen, u.a. Infrastrukturen für das computer- und netzbasierte Lehren und Lernen sowie den Einsatz neuer Medien zu schaffen. Sie vermittelt ihnen kostenfrei von Hochschulen entwickelte Open Source Software. Die Software wird über die CampusSource-Börse angeboten, unterliegt den Lizenzbedingungen der General Public License (GPL) und muss einem definierten Qualitätsstandard entsprechen, um aufgenommen zu werden.

Die beteiligten Hochschulen stellen ihre diesbezüglichen Forschungs- und Entwicklungsergebnisse für eine breite Nutzung zur Verfügung, bündeln und koordinieren ihre Anstrengungen in diesem Bereich, um Doppelentwicklungen zu vermeiden und erweitern und optimieren durch den Open Source Ansatz ihre Entwicklungsressourcen. Die auf dem erfolgreichen Linux-Gedanken fußende Kernidee wird als Fortführung universitärer Tradition und Verpflichtung gesehen, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse geeignet zu veröffentlichen und durch Dritte verifizieren zu lassen.

Das Softwareangebot richtet sich an nationale und internationale Anwender in allen Bildungseinrichtungen. Das CampusSource-Internetportal bietet Hinweise zur Initiative, deren Aktivitäten und zu den Themen "Open Source", "Software-Infrastrukturen" sowie "e-Learning" an. In einer darin integrierten Börse stehen folgende Hochschulentwicklungen zu Software-Plattformen und -Modulen zum Downloaden bereit.

Seit der Eröffnung der CampusSource-Börse am 01.04.2001 haben sich mehr als 7.500 Entwickler, Anwender und Nutzer der CampusSource-Systeme bei CampusSource registriert. Durch das so entstandene Netzwerk, basierend auf dem Open Source Gedanken, sind Communities zu den einzelnen Systemen entstanden, die die Software weiter vervollkommnen und so in finanziell angespannten Zeiten die knappen Mittel in die Weiterentwicklung existierender Systeme statt in Parallelentwicklungen investieren.

Die Universitäten selbst und diverse Unternehmen - die im Umfeld von CampusSource entstanden sind - bieten bei Bedarf Supportleistungen für die CampusSource-Systeme an. Diese reichen von der Hotline-Beratung über schlüsselfertige Installationen mit anschließender Schulung bis hin zur Auftragsprogrammierung.

CampusSource bietet Unterstützung und Beratung an, organisiert Veranstaltungen und stellt Informationen und Dokumentationen zur Verfügung. Es besteht ein "Developer-Forum" aller in CampusSource vertretenen Produkte. Im Rahmen dieses Forums werden turnusmäßig Thesenpapiere, Berichte, Studien etc. erstellt, besprochen und vorbereitet.

Die CampusSource Coregroup (2001 - 2009)

Geleitet wird CampusSource von einer Coregroup, bestehend aus Prof./Experten verschiedener Disziplinen und Einrichtungen der Universitäten Köln, Münster, Hagen, Paderborn, Duisburg/Essen, Dortmund sowie einem Vertreter des MIWFT NRW und der Geschäftsstelle.

Vorsitzender der Coregroup

Prof. Dr.-Ing. F. Kaderali
FernUniversität in Hagen

Mitglieder der Coregroup:

Mitglied Vertretung Einrichtung
Herr J. Hüvelmeyer Herr A. von Irmer Universität Dortmund (EWS)
Herr S. Praetorius Herr F. Lützenkirchen Universität Duisburg-Essen (MILESS)
Herr Prof. Dr.-Ing. F. Kaderali - FernUiversität in Hagen (Uni Open Platform)
Herr Prof. Dr. G. Schlageter Frau Dr. B. Bomsdorf FernUniversität in Hagen (VU)
Herr Prof. Dr. H.-W. Six - FernUniversität in Hagen (WebAssign)
Herr Prof. Dr. W. Leidhold Herr M. Kunkel Universität zu Köln (ILIAS)
Herr Prof. Dr. H. L. Grob Herr Dr. F. Bensberg Westfälische Wilhelms-Universität Münster (OpenUSS)
Herr Prof. Dr. W. Schäfer Herr Dr. M. Gehrke Universität Paderborn (Referenzarchitektur)
Herr Dr. R. Michael Herr R. Schroeer MIWFT NRW
Herr Prof. Dr.-Ing. H. Hoyer Herr M. Postel Leitung der Geschäftsstelle
Herr M. Postel - CampusSource Geschäftsführung

Vorstellung der Initiative CampusSource durch den Rektor der FernUniversität in Hagen Herrn Univ. Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer am 20.08.2001

CampusSource - eine Open Source-Initiative des MWF NRW

Das Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt den Aufbau eines Virtuellen Hochschulraums NRW. In diesem Kontext setzt das Land mit dem Projekt "Softwaretechnologien für das Lehren und Lernen" im Rahmen des Innovationsprogramms Forschung Prozesse in Gang, die u.a. den Auf- und Ausbau sowie den Betrieb einer Infrastruktur für computer- und netzbasiertes Lehren und Lernen beinhalten und treibt die damit einhergehende Verbesserung der Qualität des Lehrens und Lernens an den Hochschulen voran. Dabei fördert und begrüßt es die Bildung kooperativer Netzwerke in den Hochschulen und mit Partnern aus der Industrie.

Die Initiative

CampusSource ist eine vom Land geförderte Open Source-Initiative, die die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse des Landes zur technischen Infrastruktur für den Aufbau und Betrieb Virtueller Hochschulen einer breiten Nutzung zuführt. Das Ziel der Open Source-Initiative des Landes NRW ist es, die Anstrengungen der einzelnen Hochschulprojekte zu bündeln und die Plattformen als technische Voraussetzung einer Virtuellen Universität allen InteressentInnen zur Benutzung und Weiterentwicklung unter definierten Lizenzbedingungen einer Open Source-Lizenz zur Verfügung zu stellen. Eine Open Sourcekonforme Lizenzierung sieht die Veröffentlichung des Quellcodes vor und erlaubt jedem Lizenznehmer, den Code zu modifizieren, solange er jede Modifikation wieder der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Für die Nutzung der Software im Rahmen der Lizenz fallen keine Lizenzgebühren an, wie der ursprüngliche Begriff "free software" betont.

Der Open Source-Ansatz

Das Ministerium unterstützt bewusst den Open Source-Ansatz als Technik zur Verbreitung, Nutzung und Weiterentwicklung der mit Landesmitteln geförderten Projekte. Mit der Open Source-Strategie knüpft das Ministerium an die universitäre Tradition, Forschungsergebnisse geeignet zu veröffentlichen, an.

In universitärer Tradition und Verpflichtung werden, um die Verifizierung von Experimenten zu ermöglichen und deren Aussagekraft zu bekräftigen, Versuchsbedingungen wissenschaftlicher Experimente möglichst exakt beschrieben. Interpretiert man die Veröffentlichung von Software einschließlich des Quellcodes in eben dieser Tradition wissenschaftlichen Arbeitens, so ermöglicht die Veröffentlichung des Quellcodes einer Software die Verifikation komplexer Software durch Dritte. Die Offenlegung des Quellcodes erlaubt darüber hinaus auch deren Weiterentwicklung und die Durchführung weiterführender Forschungen beruhend auf den bisherigen Resultaten. Nebenbei bemerkt sind auch die Ursprünge des Internets selbst im Geist der freien Zugänglichkeit von Informationen im öffentlichen Bildungs- und Forschungsbereich begründet.

Die Vorteile einer Open Source-Lizenzierung sind für AnwenderInnen und EntwicklerInnen vielfältig. Während für proprietäre Software hohe Lizenzgebühren für die AnwenderInnen anfallen, führt der Wegfall einer Lizenzgebühr für Open Source-Software zu einer weiten Verbreitung der Programme.

Mit der weiten Verbreitung werden Fehler schneller gefunden und bei entsprechender Fachkompetenz können sie von den AnwenderInnen behoben werden, da die Voraussetzungen gegeben sind, den Quellcode ändern zu können und zu dürfen. Dies führt zu einer schnellen Qualitätssteigerung im Vergleich zu proprietärer Software bei der AnwenderInnen, die einen Fehler berichten, letztendlich nur auf ein neues Update hoffen können.

Ein weiterer Vorteil der Verfügbarkeit des Quellcodes ist die Adaptierbarkeit der Software an die individuellen Bedürfnisse der AnwenderInnen einschließlich funktionaler Erweiterungen und Anpassungen an neue Technologien. AnwenderInnen proprietärer Software müssen dagegen mit den Einschränkungen leben, die die Software ihnen auferlegt, denn sie haben keinen direkten Einfluss auf die weitere Entwicklung des Programms.

Die Open Source-Gemeinschaft profitiert von den Anstrengungen der AnwenderInnen, denn unter einer geeigneten Open Source-Lizenz mit dem "Copy left"-Paradigma sind AnwenderInnen verpflichtet, ihre Fehlerkorrekturen und Entwicklungen der Gemeinschaft wiederum lizenzgebührenfrei und zu den selben Lizenzbedingungen zu veröffentlichen und weiterzugeben. Die Lizenz stellt also den Rückfluss von Entwicklungen Dritter sicher.

Ziele der Initiative

Das Ziel der Initiative CampusSource ist es, einen kooperativen Prozess zur Entwicklung von Softwaretechnologien zur Unterstützung des Einsatzes neuer Medien in der Aus- und Weiterbildung in Gang zu setzen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Softwareinfrastrukturen der Bildungseinrichtungen und die Frage nach Synergien durch Austausch von Eigenentwicklungen, Erfahrungen beim Einsatz und Vereinheitlichung der Entwicklungen. CampusSource zielt in diesem Sinne konkret auf die Schaffung eines Forums und auf die Etablierung einer "Börse" ab, in der entsprechende Softwareentwicklungen als Open Source-Software angeboten wird.

Indem anderen Bildungseinrichtungen die Software zur Verfügung gestellt wird, können Dritte auf vorhandener Software aufbauen und neue Mittel fließen in die Weiterentwicklung existierender Systeme statt in eine Parallelentwicklung. Das Überleben der Software ist so auch in finanziell angespannten Zeiten gesichert. Weiterhin können die finanziellen Ressourcen des Landes und des Bundes sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden. Nur indem die einzelnen Kräfte gebündelt werden, kann ausreichend Stärke erzielt werden, um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen.

Das Ziel der Initiative ist es aber auch, die Anstrengungen der Hochschulen nach außen zu dokumentieren und sich als kompetente EntwicklerInnen von Softwaretechnologien zur Unterstützung des Einsatzes neuer Medien in der Aus- und Weiterbildung zu profilieren und diese Vorrangstellung über die Zeit zu bewahren und auszubauen. Dazu gehört, dass die Initiative die Fortentwicklung der Software nicht den verschiedensten Strömungen überlässt, sondern sich an der Diskussion der Weiterentwicklung maügeblich beteiligt und durch ein professionelles Auftreten eine aktive und engagierte Entwicklergemeinde gewinnt.

Zielgruppen

CampusSource richtet sich mit seinem zweisprachig deutsch/englischen Angebot an nationale und internationale AnwenderInnen in Universitäten, Fachhochschulen und an weitere öffentliche und private Bildungseinrichtungen, die Inhalte und Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Lehrenden und Lernenden online anbieten wollen.

Das Angebot richtet sich sowohl an AnwenderInnen, die die Software ausschließlich nutzen wollen, als auch an AnwenderInnen, die potentielle MitentwicklerInnen sind. Die erste Gruppe legt den Schwerpunkt auf den kostengünstigen Einsatz der Software und unterstützt die Initiative durch gründliches Austesten und kritisches Feedback über die Funktionalität der Software. Zusätzlich kann diese Gruppe, wenn es ihr an eigener Fachkompetenz fehlt, die für eine wünschenswerte Weiterentwicklungen notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen.

Die zweite Anwendergruppe ist die Gruppe der AnwenderInnen, die über die Expertise und Ressourcen verfügt selbst Modifikationen an der Software vorzunehmen. Diese Gruppe unterstützt die Initiative CampusSource, indem sie Robustheit und Sicherheit der Software erhöht, sowie deren Funktionalität zum Nutzen aller erweitert. Je größer die Gruppe hoch motivierter EntwicklerInnen ist, die über Weiterentwicklungen diskutiert, desto besser wird die Qualität der Software und um so schneller können Korrekturen, Neuentwicklungen und Adaptionen der Software an neue Technologien durchgeführt werden.

Eine Open Source-Lizenzierung erkennt an, dass der größte Wert einer Software in der Expertise ihrer EntwicklerInnen liegt. Die gemeinsame Weiterentwicklung des Codes spart Kosten und erlaubt einen effizienten Einsatz der Mittel und des geistigen Potentials.

Organisation

CampusSource besteht aus einer wissenschaftlichen Coregruppe von 8 Hochschullehrern einzelner Landesuniversitäten und den Vertretern des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie einer Geschäftsstelle. Leiter des Projektes ist der Rektor der FernUniversität in Hagen, Prof. Hoyer.

NRW-Teilnehmer

Die in den Projekten entstandenen Prototypen zum Betrieb virtueller Universitäten, die in CampusSource zur Verfügung stehen, werden in den jeweiligen Fachbereichen und darüber hinaus bereits eingesetzt. Die Projekte sind:

Aufgaben von CampusSource

Erfolgreich zu sein bedeutet für die Initiative CampusSource, dass die Software einen weiten Verbreitungsgrad erreicht und die Initiative engagierte und kompetente AnwenderInnen und MitentwicklerInnen gewinnt. Die Initiative muss daher nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit betreiben und auf der inhaltlichen Seite in enger Diskussion mit AnwenderInnen und MitentwicklerInnen die zielgerichtete Entwicklung der Software fördern. Dazu gehört, dass erstens eine geeignete Referenzarchitektur für Infrastruktursoftware in Bildungseinrichtungen entwickelt und implementiert und zweitens ein adäquater Qualitätsstandard geschaffen und umgesetzt wird. CampusSource muss sich als moralisch verantwortliche Organisation beweisen, die die Entwicklung technischer Plattformen für den Betrieb virtueller Universitäten steuert und fördert.

Um diese Aufgaben zu lösen, baut die Initiative ein Internetportal auf. Dieses Portal bietet neben Informationen zur Initiative und deren Aktivitäten selbst, Informationen zu den Themen Open Source und Softwareinfrastrukturen für Bildungseinrichtungen. In das Portal integriert ist die "Börse". Sie ist der Bereich, in dem die Software zum Downloaden einschließlich aller Dokumente bereit steht, wie Demos, Installationsskripte, Dokumentation und Testläufe. Die Kommunikation der AnwenderInnen und MitentwicklerInnen über Erfahrungen, Wünsche, technische Probleme und Weiterentwicklungen findet hier ebenfalls statt. Darüber hinaus veranstaltet die Initiative CampusSource Workshops, die AnwenderInnen und MitentwicklerInnen zusammen bringen, um so eine zielgerichtete Entwicklung der Software voranzutreiben.

Letztendlich ist zu berücksichtigen, dass die jetzige Software, obwohl sie sich bereits in der Praxis bewährt hat, Forschungsprototypen und keine ausgereifte kommerzielle Lösung darstellt, so dass AnwenderInnen ohne Fachkenntnisse im Bereich der Programmierung durchaus Probleme haben können. Deshalb werden nach Bedarf Support-Leistungen über das Portal vermittelt. Die Supportleistungen reichen von der Hotline-Beratung über schlüsselfertige Installation mit anschließender Schulung bis zur Auftragsprogrammierung.


[1]: Cat/Cal » OpenUSS
[2]: ET-Online » Uni Open Platform
[3]: Virtus » ILIAS Open Source